Wie verändert sich unsere Stadt – und wie lässt sich Bestehendes klug weiterdenken? Die Stadtführungen 2026 der Regionalgruppe Bern- Mittelland laden dazu ein, genau diesen Fragen vor Ort nachzugehen. Unter dem Motto «Bern weiterbauen» öffnen sich zwischen April und Juni Türen zu Orten, die den Wandel unserer Baukultur auf unterschiedliche Weise sichtbar machen. Die kostenlosen Führungen laden dazu ein, bekannte Orte neu zu entdecken, Hintergründe zu erfahren und die Zukunft unserer gebauten Umwelt mit anderen Augen zu sehen.
Den Auftakt bildet der Friedhof Bümpliz – ein stiller, zugleich lebendiger Raum, in dem sich gesellschaftliche Veränderungen in Landschaft und Gestaltung spiegeln. Mit der Anstadt wird ein Ort besucht, der alternative Wohn- und Arbeitsformen erprobt und neue Perspektiven auf städtisches Zusammenleben eröffnet. Die Viktoriahall wiederum zeigt, wie ein historisches Wohnhaus durch sorgfältige Sanierung seine Qualitäten neu entfalten kann.
Auch das Weiterbauen an bestehenden Strukturen wird eindrücklich erfahrbar: bei der Erweiterung der Kirche St. Franziskus, der Transformation des Ryff-Areals vom Industrieort zum Kulturraum oder im Kaiserhaus, wo ressourcenschonendes Umbauen im Zentrum steht. Unterschiedliche Massstäbe und Nutzungen treffen aufeinander – und erzählen von einer Stadt in Bewegung.
Weitere Stationen führen zum überraschend inszenierten GVB-Hauptsitz in Ittigen und zum Hochschulzentrum vonRoll, wo sich Industriegeschichte und zeitgenössische Bildungsarchitektur begegnen. Den Abschluss bilden zwei bedeutende Bibliotheken in der Berner Altstadt, die eindrücklich zeigen, wie historisches Erbe und heutige Wissensnutzung zusammenfinden.
Ergänzend führen die ArchitekTOURen durch Bümpliz, Köniz und Mühleberg und machen die Entwicklung ganzer Landschafts- und Siedlungsräume nachvollziehbar. Einzelne Stationen wie das Berner Rathaus oder das Haus der Religionen ermöglichen zudem vertiefte Einblicke in bedeutende Bauwerke und ihre Nutzung im heutigen Kontext.
Die kostenlosen Veranstaltungen finden zwischen Dienstag, 21. April und Dienstag, 2. Juni 2026 statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Regionalgruppe Bern Mittelland freut sich auf Ihre Teilnahme!